Mein sportliches Highlight 2015 – Blogparade Martin Feigenwinter

Kennst Du das? Laufen im Flow? So eigentlich alles will Dir gelingen. Du fühlst dich in der Form deines Lebens. So erging es mir im letzten Jahr, jeder Wettkampf wurde zu einem emotionalen Fest. Anlässlich der Blogparade von Martin Feigenwinter  gibt es heute nochmal einen Rückblick auf ein wirklich magisches Jahr.


2015 das Jahr an dem ich mir eigentlich nur einen Traum erfüllen wollte. Halbmarathon unter 2 Stunden. Mehr wollte ich gar nicht laufen, einen Vorbereitungswettkampf, plus Halbmarathon und dann sollte Schluss sein.

Nicht mit dem Laufen aber mit den Wettkämpfen für 2015.

So sah zumindestens meine Zeitplanung aus. Ein Jahr mal mit weniger Wettkämpfen und Fokus auf Trainingserweiterung. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Der erste Wettkampf

Es fing an mit dem Vorbereitungslauf zum Halbmarathon im Frühjahr. Spontan meine persönliche Bestzeit gelaufen. Mein Runners High fing an 🙂 Ich trainierte fleißig weiter, immerhin wollte ich im July den Halbmarathon in Eschborn  laufen.

Ich begann die langen langsamen Läufe zu genießen die ich einmal in der Woche im Trainingsplan stehen hatte. War neu hier in der Gegend und konnte so meine neue Umgebung erlaufen. Eine Hassliebe entwickelte ich zu den Intervall Läufen. Nee Freunde werden wir nie, aber es musste sein um fit zu werden.

Der Sommer und seine Herausforderungen

Dann kam das erste große Hindernis auf mich zu. Die Hitzewelle kam und machte einem das Laufen schwer. Aber ich hatte ein Ziel das mich nicht mehr los lies. So musste ich zum ersten Mal in meinem Leben in den frühen Morgenstunden trainieren. Und mit früh meine ich auch früh.

Schlich mich um halb sechs morgens aus dem Haus und ging meine Runde laufen. Mehrere Wochen lang auch am Wochenende. Für mich als Nachtmensch eine echte Herausforderung. Ich kann dem frühen Morgen nichts abgewinnen.

Aber mein Ziel ließ mich mein Training durchziehen. Auch früh morgens. Schuhe an, raus auf die Straße und los laufen bevor das Hirn merkt was da eigentlich passiert. Was Du im Sommer noch beachten solltest um zu laufen habe ich in diesen Artikel geschrieben.

Endlich am Ziel meiner Sportlichen Träume

So kam es dann das ich am 12. July 2015 gut vorbereitet an der Startlinie stand. Eschborn ich werde dich rocken. Zwei Runden galt es zu laufen. Die ersten 10 Kilometer lief es sehr gut, konnte meine Zeit gut halten. Aber der Gedanke an die zweite Runde schlich sich so langsam in meine Gedanken ein. Ich dachte:

boah du musst das alles nochmal laufen….

Ab hier galt es die mentale Keule auszupacken, ich musste mich wieder selbst motivieren. Hier half mir auch das ich mir vieles aus dem Buch Extrem von Norman Bücher* wieder ins Gedächtnis gerufen habe. Zum Beispiel sich ein Mantra vorsagen. Bei mir war und ist es auch heute noch:

Das habe ich trainiert dann schaffe ich das auch

Ein weiterer Tipp für dich ist das Du dir nie die gesamte Strecke vorstellst die Du noch laufen musst. Denke immer nur an den nächsten Kilometer.

Schließlich lief ich nach 10 Kilometer schon mal durch den Zielbereich obwohl ich noch gar nicht am Ziel war, sehr schräg. Hier half mir der Moderator an der Strecke sehr weiter. Nie werde ich die Worte vergessen:

Mit der Nummer 36 kommt Oliver um die Ecke, jo das sieht noch sehr gut aus

Danke unbekannter Mann am Mikrofon, genau das hatte ich gebraucht. Auf ging es in die nächste Runde. Es lief bis Kilometer 19 alles gut. Dann merkte ich so langsam meine Kräfte schwinden. Jetzt war kämpfen angesagt.

Die letzten zwei Kilometer hätte man mich auch tragen können, aber ich zog es durch kam wieder um die besagte Kurve und mein Blick fiel auf die große Zeitanzeige. Und dieses Gefühl werde ich nie vergessen. Meine angepeilte Wettkampfzeit unterboten, eine Wahnsinnszeit gelaufen. Alles richtig gemacht yeaahhh.

Lief über die Ziellinie, spontanes Tänzchen mit den Chearleadern. Freude pur.

Alter ich habe es geschafft, unter zwei Stunden wie geil ist das denn

murmelte ich immer wieder vor mich hin.

Schleppte mich zu dem Stand mit den isotonischen Kaltgetränken (ok man könnt auch alkoholfreies Bier sagen 😉 ) und lies es mir schmecken. Heute ein König, ach nee das war ne andere Marke….

Schluss mit Wettkämpfen für 2015, eigentlich….

Wie erwähnt es sollte Schluss sein mit den Wettkämpfen für 2015. Aber so einfach war das nicht. Es gab zwei Gründe die dagegen sprachen. Einmal mein versprechen am Schmillinghäuser Halbmarathon teilzunehmen wenn ich den Eschathlon zufriedenstellend gelaufen bin.

Ok ein Mann ein Wort. Ein halber geht dann noch im August 🙂 Und wie der ging. Ein wirklich heißer Tag, ok nicht wirklich eine Überraschung im August, und eine wellige Strecke lagen vor mir. Und wieder ein zwei Runden Lauf….

Und anders als beim Eschatlon, wo immer mal wieder Zuschauer am Rand stehen und Dich anfeuern, lief man hier den größten Streckenteil alleine durch den Wald. Keine Anfeuerung, nur eine kalte Dusche von der Feuerwehr kurz vor dem Ende der ersten Runde.

Ich kam ins Ziel gerade mal zwei Minuten langsamer als beim Eschathlon aber dieser war auch flach gegen diesen Lauf.

Jetzt ist aber Schluss mit Wettkämpfen für 2015 oder?

Da war aber noch was. Ein Zettel im Starterbeutel vom Eschathlon. Beworben wurde hier der Arque Lauf. Ein Spendenlauf von Kelkheim nach Mainz. 34 Kilometer lang und das besondere es wird nicht gegen die Zeit gelaufen sondern in einzelnen Gruppen.

Mich lies der Gedanke an diesen Lauf nicht mehr los. Und so kam was kommen musste, in meinem Übermut meldete ich mich auch für diesen Lauf an. Bis November ist ja noch Zeit zum trainieren. Und dieser Lauf wurde dann wirklich zu einem weiteren Highlight in 2015. Ich habe hier schonmal ausführlich darüber berichtet.

Der schwarze September

Aber bevor ich den arque Lauf in Angriff nehmen konnte, kam der schwarze September. Bei einem lockeren Trainingslauf merkte ich auf einmal ein Ziehen im Oberschenkel. Mist mal wieder kein Handy dabei und noch viele Kilometer weit weg von zuhause. Also schleppte ich mich nach Hause.

Ein Fehler, der mir eine Zerrung und mehrere Wochen Probleme beim Laufen bereitete, Laufpause inklusive. Und das mitten in der Vorbereitung zum Arque Lauf. …

Meine Stimmung war am Boden, es war doch mein Jahr, alles lief so gut. In dieser Zeit entstand ein sehr emotionaler Artikel. Ich merkte einfach wie sehr mir das Laufen fehlte und welchen Stellenwert es in meinem Leben hat. Aber bevor ich sozial total unverträglich wurde konnte ich das Training wieder aufnehmen.

Geholfen hat mir auch immer wieder mein Lieblingszitat von Lothar Leder:

Aufgeben ist keine Option

Egal ob bei einem Trainingslauf der nicht gut lief, beim Wettkampf oder in der Verletzungspause. Dieses Zitat ist immer in meinem Kopf.

Fazit: Ein großes Sportjahr ist vorbei. Dieses Jahr gilt es zu neuen Zielen aufzubrechen. Ich werde mein Frankfurt Jahr durchziehen. Beginnen mit dem Halbmarathon in Frankfurt und als letzten Lauf dann den Marathon in Frankfurt. Und auch bei diesen Läufen wird mir mein Mantra wieder helfen:

Das habe ich trainiert, dann schaffe ich das auch

Was war Dein Highlight in 2015? War es ein einzelner Wettkampf oder wie bei mir das ganze Jahr mit all seinen Höhen und Tiefen?

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Über den Autor

Oliver Karrie ist der Gründer von effektivlaufen.de.
Er ist dein online Lauftrainer, Zeitstratege und Motivator.

Am liebsten ist er auf der Halbmarathondistanz unterwegs. Wenn er die Laufschuhe mal nicht an den Füßen hat, gibt er Dir gerne Tipps und Motivation für dein Lauftraining.

4 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hey Oliver!
    Da hast du 2015 ja einiges erlebt 🙂
    Bei mir war nur ein Wettkampf am Programm: Der Vienna City Marathon in der Staffel. Ich hatte die erste Strecke mit gut 16 Kilometer zu laufen und wollte meine Bestzeit aus 2013 unterbieten. Dabei habe ich aber weniger auf Laufen, sondern mehr auf Bodyweight Training gesetzt, weil ich sehen wollte, wie sich meine Ausdauerleistung entwickelt. Das Ergebnis: Bestzeit aus 2013 auf knapp unter 1h15min verbessert 🙂
    Ansonsten habe ich 2015 zum ersten Mal Pistols, Muscle Ups und einarmige Liegestütze hinbekommen, darauf musste ich auch einige Zeit lang hintrainieren …
    War also ein gutes Jahr 🙂
    Viele Grüße
    Pat

    1. Hallo Pat,

      ja 2015 war einiges los obwohl es gar nicht so geplant war 🙂 Interessant ist, das auch ich eine Verbesserung meiner Zeiten feststelle seitdem ich Bodyweight Übungen und Lauf ABC regelmäßig mache. Und deine Zeit kann sich ja auch sehen lassen

  2. Lieber Oliver

    Habe deinen Artikel mit Freude gelesen. Herzlichen Dank dass du an der Blogparade mitgemacht hast. Habe mich sehr über deinen Artikel gefreut!

    Was sich alles aus dem letzten Wettkampf entwickeln kann. Wie schaut es bei dir in diesem Jahr aus? Bist du den letzten Wettkampf für dieses Jahr schon gelaufen oder steht der Startschuss für das 2016 noch bevor?

    Lieber Gruss

    Martin

    1. Hallo Martin,

      hat mir viel Freude bereitet nochmal zurückzublicken auf dieses verrückte Jahr 2015 🙂

      Für dieses Jahr hat die Wettkampfsaison schon begonnen, ich habe mein Frankfurt Jahr geplant. Im März Halbmarathon in Frankfurt und im Oktober dann Marathon in Frankfurt. Davor und dazwischen den ein oder anderen Vorbereitungswettkampf. Also auch 2016 werde ich einiges erleben nur diesmal um einiges geplanter 🙂

      Sportliche Grüße
      Oliver

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