Sei nicht neidisch auf uns Läufer, sondern werde auch ein Läufer

 

Sei mal ehrlich, wie oft hast Du es dir schon vorgenommen? Endlich mit dem Sport zu beginnen. Ein neues fitteres ich aus Dir zu machen? Aber dann haben dich die Zweifel wieder eingeholt. Ich bin doch überhaupt nicht sportlich wie soll ich nur anfangen sind da die ersten Gedanken. Ich verrate Dir etwas, auch ich stand mal vor der Wahl, endlich mit dem Sport anzufangen oder unfit und unzufrieden zu bleiben.  Und dann fand ich das eine wichtige um endlich anzufangen….

Für den heutigen Artikel gehen wir mal in der Zeit zurück. Ich als Teenager, ok auch schon über zwanzig Jahre her (ich werde alt 😉 ) Etwas zu klein für mein Gewicht und Sport war so gar nichts für mich.

Im Sportuntericht irgendwelche Kästen hochklettern, um die Wette rennen? Nichts für mich, den einzigen Ausdauersport den ich betrieb, war immer wieder neue Ausreden zu finden. Da war ich echt gut drin.

So verbrachte ich meine Jugend auch nicht draußen auf dem Sportplatz sondern zuhause vor dem Rechner. Ja die gab es damals schon. Und anstatt mich zu bewegen, schuf ich mir meine eigene Welt im Reich der Computerspiele.

Es war auch logisch das ich mir einen Beruf suchte, der a) was mit Computern zu tun hat und b) im Büro auszuüben war (letzteres war mir am wichtigsten: Büro= warm und Kaffee!!!)

Hole Dir jetzt den kostenlosen Anfänger Laufkurs!


Und Du erhältst für 12 Wochen jede Woche deinen Trainingsplan per E-Mail

So lebte ich mein Leben ohne viel Sport. Irgendwann kaufte ich mir aus Übermut ein Mountainbike und merkte das erste Mal wieviel Spaß es macht sich körperlich anzustrengen. So kamen in mein Leben ein paar unregelmäßige Fahrradtouren dazu als Bewegung. Immerhin schonmal ein Anfang.

Mit Mitte dreißig kam dann der endgültige Schwenk. Mittlerweile Papa geworden und nochmal ein Studium nebenberuflich absolviert.

Somit hatte ich mich über zwei Jahre gar nicht mehr sportlich bewegt und das sah man mir auch an und ich merkte es ganz deutlich. Ich war träge, nicht fähig eine Treppe hochzulaufen ohne zu schnaufen wie die gute alte Emma.

Es musste was geschehen, so wollte ich nicht mehr weitermachen. Aber was tun? Die Zeit war dank Familie und Job sehr knapp… Mein Fahrrad mal wieder von der Staubschicht befreien? Eigentlich eine gute Idee, aber eine anständige Tour dauert schonmal 2 Stunden und länger. Und diese Zeit hatte ich nicht….

Frag mich nicht warum, auf einmal hatte ich den spontanen Einfall, ich geh mal laufen. Von nix eine Ahnung, aber zeittechnisch passte es sehr gut. Weit laufen konnte ich eh nicht.

Aber eines merkte ich, trotz meiner vielen Anfängerfehler sehr schnell: Ich verbesserte mich und fand Spaß daran draußen meine Runden zu drehen.

Ohne Trainingsplan und sonstige Anleitungen drehte ich meine Runden. Bis zu dem Tag der mein läuferisches Leben endgültig veränderte. In meinem damaligen Wohnort war ein Laufwettbewerb ausgeschieben. 5 oder 10 Kilometer quer durch den Wald mit ein paar kleinen Steigungen.

Ich musste mich natürlich für die 10 Kilometer anmelden obwohl ich vorher noch nie soweit gelaufen war. Aber es waren ja noch vier Wochen Zeit. Und dieser Wettbewerb änderte alles.

Ich kam mit einem breiten Grinsen im Ziel an und wusste das muss nochmal sein. Diagnose Wettkampffieber geht auch nicht mehr weg.

Der Rest ist Geschichte und hier auf dem Blog in vielen Artikeln nachzulesen. Irgendwann machte ich meine Lauftrainer Ausbildung um zu lernen wie es richtig geht. Als ich dann mein Umfeld immer mehr nervte mit meinem Lauffieber, musste eine Plattform her vom Läufer für Läufer. Effektivlaufen.de wurde geboren.

Ich bin mittlerweile ein leidenschaftlicher Läufer, immer wieder am Runden drehen. Weil es für mich nichts schöneres gibt als beim Laufen die Natur zu genießen. Einfach mal den Kopf auszuschalten und nichts zu denken. Auch mal nicht erreichbar zu sein, mindestens eine Stunde für mich zu haben.

Und eines musste ich lernen, es ist auch geil mal seine Komfortzone zu verlassen. Sich herauszufordern beim Intervalllauf hat auch seinen Reiz.
Soviel zu meiner Geschichte.

Hast Du erkannt was das wichtigste war um endlich mit dem Sport anzufangen? Ich hatte mein Warum gefunden!
Auf die Frage Warum ich Sport machen möchte gab es nur die eine Antwort: Ich will endlich fitter werden und wieder die überschüssigen Kilo’s loswerden!

Und genau so solltest Du auch ran gehen an die Entscheidung Sport ja oder nein.

1.) Finde dein Warum

Setze dich mal in Ruhe hin und überlege Dir genau warum du Sport machen möchtest. Wenn Dir jetzt nur einfällt weil ja jeder irgendeinen Sport macht, muss ich auch mal anfangen, bleib sitzen und überlege länger.

Dein Warum beinhaltet deinen größten Schmerz. Das was dich am meisten unglücklich macht in deiner aktuellen Lebenssituation. Was Du aber mit Sport ändern könntest.

Sobald Du dieses Warum gefunden hast, schreibe es Dir auf einen Zettel und hänge ihn gut sichtbar auf.

2.) Motiviere dich

Und dieser Zettel ist auch gleichzeitig dein Motivator. Nur Du kannst dich motivieren. Um endlich anzufangen hängt schon mal gut sichtbar dein Motivationszettel.

Wenn es während dem Training mal nicht gut läuft, mache eine Gedankenreise und überlege Dir wie Du dich in Zukunft fühlen wirst. Wie es sein wird wenn Du regelmäßig zum Sport gehst. Cooler Gedanke oder?

Und wenn Du nochmal extra Motivation von anderen begeisterten Läufern haben möchtest, schau mal in unserer Facebook Gruppe vorbei.

Noch mehr Informationen zum Thema Motivation findest Du hier.

Fazit: Das erste was Du brauchst um mit dem Sport ist dein Warum. Dies muss so stark sein und Dir den richtigen Schub geben um anzufangen. Motiviere Dich mit deinem Warum. Bei mir war es endlich fitter zu werden und mein Gewicht zu reduzieren.

Heute ist mein Warum der Ausgleich zum Alltag den ich beim Laufen finde. Bringt mich wieder runter wenn ich genervt und gestresst bin und hilft mir so entspannter durchs Leben zu gehen.

Welches Warum treibt dich an um regelmäßig Sport zu machen? Ab damit in die Komemntare direkt hier unter den Artikel.

Dieser Artikel entstand zur Blogparade „Warum treiben Fitnesssportler Sport“ Schaut mal vorbei, hier werden noch mehr Sportler ihr warum verraten.

Über den Autor

Oliver Karrie ist der Gründer von effektivlaufen.de.
Er ist dein online Lauftrainer, Zeitstratege und Motivator.

Am liebsten ist er auf der Halbmarathondistanz unterwegs. Wenn er die Laufschuhe mal nicht an den Füßen hat, gibt er Dir gerne Tipps und Motivation für dein Lauftraining.

10 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hey Oliver,

    schön, von dir so persönliche Worte zu lesen. 😉 Meine Motivation hat sich tatsächlich – so wie deine – im Laufe der Zeit etwas geändert. Am Anfang stehen vielleicht oberflächlichere Dinge wie das Aussehen im Mittelpunkt, aber man spürt nach und nach auch das neue Mindset. Cool, dass du Teil der Bloggercomunity bist und sie mit deinen Texten und mit deiner persönlichen Gechichte bereicherst! Ich bin gespannt, wo die Reise weiter hinführt!

    Beste Grüße,

    Lotta

    1. Hallo Lotta,

      vielen Dank für die netten Worte und die Möglichkeit bei eurer Blogparade mitzumachen.

      Bin auch gespannt wo die sportliche Reise noch so hingeht, wir Sportler stehen ja selten still 😉

      Sportliche Grüße
      Oliver

  2. Die Frage nach dem Warum ist für mich immer spannend, bekomme ich auch oft gestellt… und je nach Stimmung oder auch im Laufe der Zeit ändert es sich, warum man nun eigentlich das macht, was man macht.
    Es ist wunderbar, so ein wenig mehr über andere Blogger zu erfahren.

    1. Hallo Din,

      habe ich auch schon oft gestellt bekommen die Frage nach dem Warum. Gerade das nicht sportliche Umfeld reagiert mit Unverständnis wenn ich zum xten Mal in der Woche meine Laufschuhe schnüre. Aber solange ich mein Warum kenne bin ich auch motiviert und es „läuft“ 🙂

      Viele Grüße
      Oliver

  3. Hallo Oliver
    Ich fand es total spannend, Deine Geschichte zu lesen. Viele „Warums“ findet man ja auch einfach durch ausprobieren – das Gefühl, wenn man im Ziel eingelaufen ist, kann man zwar schön beschreiben, aber wirklich nachvollziehen können es meistens nur diejenigen, die se auch schon einmal erlebt haben 🙂
    Liebe Grüsse
    Ariana

    1. Hallo Ariana,

      Wettkampffieber ist in der Tat ein starkes Warum. Einmal die Emotionen erlebt die es bei einem Zieleinlauf gibt nach Wochen harten Trainings. Einfach unbeschreiblich. Hilft auch zur Motivation wenn es mal nicht so gut läuft 🙂

      Sportliche Grüße
      Oliver

  4. Moin Oliver,
    immer wieder interessant zu lesen, warum Läufer auf die Idee kommen, erstmalig ihre Laufschuhe zu schnüren. Spannend, wenn man verwandte Geschichten dabei entdeckt. Wir waren wohl beide bei unserem „Start in den Laufsport“ auf einem Fitnesslevel, ab dem sich was ändern musste.

    Sportliche Grüße
    Julian

    1. Hey Julian,

      Fitnesslevel konnte man das damals bei mir nicht mehr nennen… Den einzigen Ausdauersport den ich hatte, war die Haribotüte leerzukriegen 😉 Und da musste sich schnellstens was ändern.

      Wünsche Dir weiterhin viel Spaß beim Laufen
      Oliver

  5. Ich bin noch Laufanfänger und mir gefällt es richtig gut. Konnte mir nie vorstellen, mal freiwillig joggen zu gehen. Ich erinnere mich an meine erste Runde (ok, so lange ist die noch gar nicht her), ich hatte mir knapp 3 km vorgenommen, ich musste wirklich oft eine Pause machen und hatte das Gefühl, jede Oma ist schneller als ich. Mittlerweile bin ich bei 4 km ohne Pause. Für viele mag das nicht viel sein, aber für mich war das ein ganz großer Schritt.

    Einen Halbmarathon oder Marathon zu laufen, möchte ich gar nicht. Ich laufe einfach just for fun um den Kopf freizukriegen 🙂 mein großes Ziel ist es, 12 km zu schaffen. Dann könnte ich einmal um unseren See laufen.
    Ich blicke immer noch neidisch auf alle Läufer, die über den Boden zu schweben scheinen. Na ja. Irgendwann komm ich da auch noch hin 😀

    Viele Grüße!

    1. Moin Isa,

      Glückwunsch das Du den Weg zu diesem tollen Sport gefunden hast. Und just for fun zu laufen ist doch eine gute Sache. Wettkämpfe müssen nicht sein. Laufe so wie Du dich wohl fühlst und Spaß daran hast. Und neidisch sein musst Du nicht auf andere Läufer, nehme sie als Vorbild und Ansporn

      Viele Spaß und Erfolg weiterhin
      Oliver

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.