Tschechien für Halbmarathon Fans – 5 Gründe warum Du deinen nächsten Halbmarathon in Budweis laufen sollst

Du suchst einen Stadtlauf? Mit richtig viel Support von den Zuschauern? Ein leckeres Bierchen danach? Das ganze eingebettet in eine wunderschöne Altstadt? Du kommst aus dem nicken nicht mehr raus? Dann mach dich auf den Weg nach Budweis

RunCzech bat wieder zum Lauf. Und zu was für einem. Der siebte RunCzech Halbmarathon in Budweis stand an. Ein mit dem Gold Label ausgezeichneter Lauf.

Mehr als 3.000 Läufer erhörten den Ruf und kamen aus ganz Europa in die südböhmische Hauptstadt.

Aber nicht nur Hobbyläufer standen an der Startlinie. Auch Eliteläufer aus ganz Europa standen an der Startlinie. Gewinnen konnte das Rennen Luke Traynor und bei den Frauen Lilia Fisikovici.

 

Und ich mitten drin im Geschehen. Freitag ging es los, früher Flug nach Prag wo ich dann auch total verpennt mir erstmal einen Kaffee genehmigte.

 

 

Dann wurde ich vom Veranstalter RunCzech eingesammelt und ab ging die Fahrt nach Budweis. Anstatt des VW Busses hätten wir lieber ein Boot genommen. Kurz hinter Prag ging fast nichts mehr. Starker Regen verwandelte die Straße in einen Bach.

Sollte das unser Wetter sein für ein Laufwochenende in Budweis? Ich hoffte nicht. Aber das Wetter blieb wechselhaft.

In Budweis angekommen freute ich mich auf ein Treffen mit Gerald und seiner Frau Alexandra. Beide sind Mitglied in unserer großartigen Facebook Gruppe „Die effektiven Läufer“

Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zur Startnummernausgabe. Dort wartete noch eine kleine Herausforderung auf uns, Namen finden 😊

Samstag = Raceday

Samstag dann endlich Raceday. Aber meine Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt. Start um 19Uhr…

Na dann auf zur Stadtführung am Morgen. Eine sehr nette Reiseführerin von South Bohemian Tourism führte uns durch die Stadt. So erfuhren wir vieles interessantes aus Budweis.

Leider mussten wir die Tour vorzeitig abbrechen, der nächste heftige Regenschauer ging über Budweis nieder. Wir flüchteten uns in ein Cafe. Von dort beobachteten wir den Regen und den weiteren Aufbau des Startbereiches. Wir saßen direkt am Přemysl-Otakar-II-Platz

 

Langsam wird es ernst

Ab 16 Uhr durften wir endlich in den Startbereich von RunCzech. Dort beobachteten wir die Vorbereitungen zum Family Run und versuchten die netten Mädels vom Obststand zu überreden uns noch eine Banane zur Stärkung zu geben.

Letzteres ohne Erfolg, Bananen waren nur Deko!? Aber Ananas war auch ein guter Energiespender wie sich später herausstellte.

Dann Family Run. Hier darf alles mitlaufen was laufen kann oder auch ein Laufrad benutzen. Ist der Spaßlauf für die ganze Familie.

Unsere Anspannung stieg weiter. Dann endlich umziehen und warmmachen. Ab in den Startbereich. Also wir wären dann da wir könnten losrennen 😉

 

Bild oben: Oliver, Michael Schardt und Gerald Tauber startklar (copyright Bild bei Gerald Tauber)

Ok bis zum Startschuss vergingen noch ein paar Minuten. Sicherheitshinweise wurden verlesen. Auf die sehr hohe Luftfeuchtigkeit hingewiesen und dass man genug trinken soll.

Aber dann Startschuss. Ich aus Block C heraus, kam mir sehr weit vorne vor, war aber eingeteilt nach meiner Zielzeit welche ich angegeben hatte.

Na dann mal los. Angefeuert von vielen Zuschauern wurde ich die ersten Kilometer von der Begeisterungswelle getragen. Dann Blick nach vorne. Wie geil ist das denn? Da laufen die Pacemaker für meine aktuelle Bestzeit vor mir. Laut Aufdruck auf der Zeitflagge nur 5 Sekunden schneller als meine Pace.

Und jetzt fing es an in mir zu arbeiten. Ich fühlte mich wie ein Esel dem man die Karotte vorhält. Ok Renntaktik auf neu gemacht während dem Laufen.

Hatte ja auch sonst nix zu tun.

Die neue Taktik stand fest. Ab Kilometer 17 versuche ich das Tempo anzuziehen. Und siehe da auch dies klappte.

Es war ein Tag für mein Laufgeschichtenheldenbuch. Und ich dachte da wären keine Seiten mehr frei 😉

Mit letzter Kraft und neuer Bestzeit ins Ziel. Dort vor Begeisterung, Erschöpfung und Glück, an den Rand gesetzt und mit mir gekämpft. Wie geil war das denn? Was für ein Rennen.

Danke an den RunCzech Mann der gleich zu mir kam und fragte ob alles ok ist. Hmm was heißt auf Tschechisch nochmal ich bin fertig mit der Welt aber glücklich?

Egal er hat mich verstanden mir aufgeholfen auf die Schulter geklopft und weiter ging es zur Medaillenübergabe.

Kurzer Smalltalk mit meinen beiden Pacemakern und dann wieder in den Zielbereich die restlichen Läufer anfeuern. Ein großes Lauffest ging zu Ende.

5 sehr gute Gründe um in Budweis an den Start zu gehen

Du willst jetzt auch an die Startlinie in Budweis? Oder brauchst Du noch ein paar Gründe um auf den Jetzt buchen Button zu drücken. Hier noch meine 5 unschlagbaren Gründe warum auch Du in Budweis laufen sollst. Nein musst 😊

1.) Die Stadt
Eine schöne kleine Altstadt nicht versaut von tausenden Touri Nepp Shops. Sehr angenehm. Schöne Architektur, schöne Gassen. Und der Přemysl-Otakar-II-Platz als Krönung mitendrin. Und das beste selbst an diesem Platz bekommt man noch zu normalen Preisen was zu essen und trinken.

2.) Die Lage
Du hast mehr Zeit als nur ein Wochenende? Dann verbinde deinen Budweis Run noch mit einem Aufenthalt in Prag. Nur knappe zwei Autostunden entfernt wartet die Stadt darauf von Dir erobert zu werden. Und der Flughafen ist auch in Prag, dein Rückweg wäre also gesichert. Und schonmal da im Frühjahr gibt es dort auch einen Halbmarathon. Also wenn dir die Stadt gefällt, na du weißt schon 😉

3.) Die Anreise
Wie oben schon geschrieben entweder per Flugzeug und dann zum Beispiel mit der Bahn weiter. Zug ist auch eine Option gerade wenn man aus dem Nachbarland Östereich kommt.

Aber es geht auch etwas spezieller. Michael Schardt, er schreibt für Laufreport, ließ es sich nicht nehmen per Rad anzureisen. Vom Bodensee aus ging es 800 Kilometer weit nach Budweis. 8 Tage lang radeln. Freitags angekommen und Samstags dann mal eben noch den Halbmarathon gelaufen. Respekt, Michael 😊

4.) Das Bier
Budweis ist eine Bierstadt. Das Bier ist über die Grenzen bekannt. Und ja es schmeckt gut, besonders nach einem Halbmarathon. Gemütlich geschlürft am besagten Přemysl-Otakar-II-Platz und zugeschaut wie der Startbereich direkt nach Ende der Veranstaltung sofort wieder abgebaut wurde.

5.) Der Support
Liebe Budweiser ihr seit der Hammer. Habt die Innenstadt stellenweise in einen Hexenkessel verwandelt. Lautstark wurden wir angefeuert.

Jeder Läufer wurde gefeiert. Selbst als es raus ging aus der Stadt um die große Schleife zu drehen standen immer Gruppen die uns angefeuert haben. Genau den Support den ich brauche auf so einer Strecke, vielen Dank.

Und ganz besonderen Dank wieder an das RunCzech Team. Wie schon in Usti, ihr macht einen tollen Job für uns Läufer. Das fängt bei einer unkomplizierten Anmeldung an, geht über die Betreuung vor Ort weiter und endet bei einem Top organisierten Lauf.

Ergebnisliste der Profiläufer

Und das es ein schneller Kurs ist, belegen auch die Zeiten der Spitzenläufer:

Männer

1. Luke Traynor | GBR | 1:03:42
2. Roman Romanenko | UKR | 1:04:05
3. Valentin Pfeil | AUT | 1:05:08
4. Oleksandr Sitkovskyi | UKR | 1:05:37
5. Mick Clohisey | IRL | 1:05:40
6. Igor Olefirenko | UKR | 1:05:52
7. Luis Carlos Rivero | GUA | 1:06:37
8. Vít Pavlišta | CZE | 1:06:43
9. Mikola Nyzhnyk | UKR | 1:07:05
10. Joshua Rhys Griffiths | GBR | 1:07:21

Frauen

1. Lilia Fisikovici | MLD | 1:13:20
2. Olha Kotovska | UKR | 1:14:14
3. Rosaria Console | ITA | 1:14:38
4. Sonia Samuels | GBR | 1:14:55
5. Kristýna Dvořáková | CZE | 1:16:44
6. Sviatlana Kudzelich | BLR | 1:18:01
7. Jenny Spink | GBR | 1:18:26
8. Marcela Joglová | CZE | 1:19:11
9. Stefania Leonitiadou | GRE | 1:19:24
10. Ivana Sekyrová | CZE | 1:20:58

Und hier noch ein kurzes Video von RunCzech mit den Highlights beider Rennen

Wann darf RunCzech dich in Budweis begrüßen?

 

Über den Autor

Oliver Karrie ist der Gründer von effektivlaufen.de. Er ist dein online Lauftrainer, Zeitstratege und Motivator. Am liebsten ist er auf der Halbmarathondistanz unterwegs. Wenn er die Laufschuhe mal nicht an den Füßen hat, gibt er Dir gerne Tipps und Motivation für dein Lauftraining.

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